% h- w5 ^, Q7 p0 M"Bild"-Zeitung kürt Merkel zu "Miss World"8 X# r& n* `! [9 l Z8 e
( g. p# I7 ?8 F3 d0 \ i% r' sMerkel, sie hatte es doch noch geschafft. In letzter Minute hat sie den Gipfel verwandelt, aus einem Rückschlag für sich einen veritablen Sieg gezaubert. Das ist ein beachtlicher Erfolg der Kanzlerin und ihres Teams. Sicher, die Klimaziele sind butterweich. Aber das ist egal. Der Riesenschritt besteht darin, dass die USA, dass die Regierung von George W. Bush, plötzlich zugibt, dass der Klimawandel von Menschenhand gemacht ist, dass sie ein Klimaziel in Erwägung zieht, und dass sie den weiteren Klimaprozess den Vereinten Nationen überlassen will. Das ist ein grandioser diplomatischer Erfolg. Zwar sind die Formeln butterweich, ihre politische Bedeutung ist jedoch hammerhart. Auch wenn die Anbiederungsorgie der "Bild"-Zeitung am Freitag - die Zeitung ernennt Merkel auf Seite 1 zur "Miss World", nur schwer zu ertragen ist: Ein Körnchen Wahrheit steckt in der Schlagzeile. Merkel hat einen wichtigen Teil der außenpolitischen Meisterprüfung in diesem Monat mit Bravour bestanden. Auch Merkels Vorgänger Gerhard Schröder hatte außenpolitisches Gespür. Auch er spielte, etwa bei den EU-Vertragsverhandlungen von Nizza, mitunter eine entscheidende Rolle. Aber Schröder war eher ein Haudrauf-Verhandler, kein Meister des feinen Kompromisses, des langsamen Überzeugens. In der Disziplin Diplomatie schlägt sie ihn um Längen. Unterschätzen, das lernt man dieser Tage erneut, darf man diese Frau, diese Kanzlerin, nicht. Nie. - d. i. K" {+ p+ f0 W0 P, r& R5 |' ` 2 g! Z* t- A# \& e% Q: D- g, t+ o& V